Restaurierung eines Bilderrahmens

Restaurierung eines Holzrahmens (vergoldet), ca. 110 x 95 cm (19. Jh.) 

Bearbeitungszeitraum: 2007 / Auftraggeber: privat

Vorzustand

Der Holzrahmen aus dem 19. Jahrhundert ist von seinem Vorbesitzer aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen verkelinert worden. Denkbar ist, dass sich auf diese Weise zwei Rahmen auf dem Flohmarkt verkaufen ließen. Der jetzige Eigentümer nahm das Schäppchen jedoch gerne an, da er ein rahmenloses Bild aus jener Zeit mit entsprechenden Maßen besitzt.

Wegen längerer Lagerung des Rahmens in feuchtem Millieu und der nicht fachgerecht ausgeführten Verkleinerung vor dem Besitzerwechsel waren einige restauratorische Arbeiten notwendig.

Beschreibung der Arbeiten während der restaurierung

Der Rahmen wurde in zwei Teile zerlegt und die Gehrungen nachgeschnitten. Auf eine tischlermäßige Holzverbindung wurde aufgrund der dann notwendig werdenden, nochmaligen Verkleinerung verzichtet. Nach dem Zusammenbau wurden nur die unbedingt notwendigen Kittungen und Fehlstellenergänzungen sowie nur eine partielle Nachvergoldung durchgeführt. Das Ergebnis sollte kein neu und makellos erscheinender Rahmen sein. 

Es wurde bewusst darauf verzichtet die durch die Verkleinerung entstandene Asymmetrie zu korrigieren. Diese offenbart sich erst auf den zweiten Blick und gibt Gelegenheit dem Nachfragenden eine interessante Geschichte zu erzählen.